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Norm · Österreich

OVE E 8101 erklärt: Elektroinstallation in Österreich nach den Ausgaben 2019 und 2025

Die OVE E 8101 regelt die Errichtung von Niederspannungsanlagen in Österreich. Derzeit gibt es zwei Ausgaben: 2019, auf die die Elektrotechnikverordnung (ETV 2020) noch verweist, und 2025-10-01, die den FI-Schutz auf Steckdosen bis 32 A und auf Beleuchtung ausweitet und den Typ AC verbietet. Dazu kommen die TAEV 2020, die TOR von E-Control und die Ausführungsbestimmungen deines Netzbetreibers.

Aktualisiert am Geprüft am OVE E 8101 · Beta

Das Wichtigste

  • 01Zwei Ausgaben nebeneinander: OVE E 8101:2019-01-01 (+ AC1:2020, R 2000:2022) (in der ETV kundgemacht) und OVE E 8101:2025-10-01 (veröffentlicht am 01.10.2025, Verankerung in der ETV noch offen).
  • 02FI 30 mA für Steckdosenstromkreise bis 20 A (2019) bzw. bis 32 A (2025); 2025 kommen die Lichtstromkreise in Wohnräumen dazu.
  • 03Nach TAEV 2020 Tab. II/2-4 darf 1,5 mm² in einer wärmegedämmten Wand (A1) nur mit 13 A abgesichert werden, 2,5 mm² mit 16 A.
  • 04Einphasig ist bei 3,68 kVA Schluss: Herd und alle größeren Geräte gehen auf Drehstrom, die Schieflast bleibt unter 16 A je Leiter (TOR).
  • 05Spannungsfall höchstens 4 %, davon 3 % nach dem Zähler (TAEV 2020).
  • 06Die Fertigstellungsmeldung geht mindestens 10 Arbeitstage vor dem Zählersetzen an den Netzbetreiber; die Prüfergebnisse stehen im Anlagenbuch.

Was ist die OVE E 8101 und welche Ausgabe gilt?

Die OVE E 8101 ist die österreichische Fassung der HD 60364 und hat 2021 die ÖVE/ÖNORM E 8001 und E 8002 endgültig abgelöst. Rechtlich hängt sie am Elektrotechnikgesetz (ETG 1992): Die Elektrotechnikverordnung (ETV 2020), zuletzt geändert mit BGBl. II 329/2024, führt die Ausgabe 2019 in Anhang II. Wer sie vollständig anwendet, erfüllt die Sicherheitsanforderungen des ETG.

Am 01.10.2025 ist die neue OVE E 8101:2025-10-01 erschienen. Sie fasst die Ausgabe 2019 mit AC1, die OVE-Richtlinie R 2000 und die Fachinformation E10 zum Spannungsfall zusammen. Eine Übergangsfrist und der Zeitpunkt, ab dem die ETV auf die neue Ausgabe verweist, sind in den öffentlichen Quellen noch nicht bestätigt; Netzbetreiber wie Salzburg Netz zitieren in ihren Ausführungsbestimmungen 2026 weiterhin die Ausgabe 2019. Circuia rechnet deshalb standardmäßig nach der Ausgabe 2019 und lässt dich im Projekt auf 2025 umschalten.

Was sich mit OVE E 8101:2025 für Wohnungen ändert
ThemaAusgabe 2019Ausgabe 2025
FI 30 mA für Steckdosenstromkreisebis 20 Abis 32 A
FI 30 mA für Lichtstromkreise in Wohnräumenneinja
FI Typ AC zulässigjanein (Neuanlagen, Änderungen, Erweiterungen)
Außenstromkreise für ortsveränderliche GeräteFI 30 mA bis 32 AFI 30 mA bis 32 A
SpannungsfallTAEV und Fachinformation E10in die Norm übernommen
BrandschutzAbschnitt 42zusätzlich OVE-Richtlinie R 12-2
Quellen: OVE Fachinformation IS02 (Ausgabe 2019), Schrack und ZT Haiden (Ausgabe 2025). Die Aussagen zur Ausgabe 2025 beruhen auf Fachzusammenfassungen, nicht auf dem Normtext.

Netzanschluss, Nullung und Erdung

Österreichische Wohnungen werden mit 3N~ 400/230 V und Drehstromzähler angeschlossen. Schutzmaßnahme ist fast überall die Nullung (TN-System, meist TN-C-S), die die Nullungsverordnung von 1998 flächendeckend eingeführt hat; TT-Anlagen gibt es nur noch vereinzelt, etwa im Einflussbereich von Hochspannungserdern. Im Neubau ist ein Fundamenterder nach OVE E 8014 herzustellen, eingebaut und dokumentiert von einer Elektrofachkraft. Der PEN wird nie einpolig geschaltet oder abgesichert.

Leitungsschutz: warum 1,5 mm² in Österreich oft nur 13 A bekommt

Die TAEV 2020 (mit den Austauschblättern 2022-03) enthält eine Tabelle, die jedem Querschnitt je Verlegeart den höchsten Nennstrom eines Leitungsschutzschalters (Charakteristik B, C oder D) zuordnet. Sie gilt für Kupfer mit PVC-Isolierung, 30 °C Umgebungstemperatur und Einzelverlegung. Die in Österreich übliche Mantelleitung heißt YM (AT-N05VV-U), nicht NYM-J.

Höchster LS-Nennstrom in A je Verlegeart (2 / 3 belastete Leiter), TAEV 2020 Tab. II/2-4
Querschnitt CuA1 (wärmegedämmte Wand)A2B1 (Rohr auf/in der Wand)C (direkt auf der Wand)
1,5 mm²13 / 1313 / 1316 / 1316 / 16
2,5 mm²16 / 1616 / 1620 / 2025 / 20
4 mm²25 / 2025 / 2032 / 2535 / 32
6 mm²– / 25– / 25– / 35– / 40
10 mm²– / 40– / 35– / 50– / 50
„–“ = für 2 belastete Leiter nicht angegeben. Bei Häufung oder höherer Temperatur gelten die Umrechnungsfaktoren der TAEV. Quelle: TAEV 2020, Austauschblätter 2022-03, S. II/13-14.
  • Circuia nimmt ohne Angabe die ungünstige Verlegeart A1 an: 1,5 mm² → 13 A, 2,5 mm² → 16 A. Ein B16 auf 1,5 mm² ist nur in Verlegeart B1 oder C zulässig.
  • Für Lichtstromkreise empfiehlt die WKO 10 A, weil Installationsschalter oft nur für 10 A ausgelegt sind; die OVE-Fachinformation E01 lässt kleinere Schalter bei begrenzter Last zu. Circuia gibt hier nur eine Warnung aus.
  • Spannungsfall: insgesamt 4 %, davon 1 % bis zum Zähler und 3 % dahinter, gerechnet mit dem Nennstrom der Schutzeinrichtung. Laut WKO ergibt das bei 16 A etwa 17 m für 1,5 mm² und 30 m für 2,5 mm².
  • Eine Höchstzahl an Steckdosen je Stromkreis nennt keine der öffentlichen Quellen. Maßgeblich sind Last, Spannungsfall und Abschaltbedingung; Circuia fasst beim automatischen Verdrahten 8 Steckdosen je Stromkreis zusammen.

FI-Schutzschalter: Pflichten, Typ G und Vorsicherung

Der FI-Schutzschalter (Fehlerstrom-Schutzeinrichtung) mit 30 mA ist in Österreich für Steckdosenstromkreise und Außenstromkreise Pflicht, im Bad für alle Stromkreise (701.415.1). Mit der Ausgabe 2025 kommen die Lichtstromkreise in Wohnräumen dazu. Wer eine Wohnung vermietet, muss nach § 7 ETV 2020 mindestens einen 30-mA-FI vor den Leitungsschutzschaltern haben, wenn die Steckdosen keinen Zusatzschutz besitzen.

  • Typ G ist eine österreichische Besonderheit (OVE E 8601): kurzzeitverzögert, Nichtauslösezeit 10 ms, stoßstromfest bis 3 kA, und trotzdem als 30-mA-Personenschutz zulässig. Er wird für Gefriergeräte und EDV empfohlen. Typ S (selektiv) zählt dagegen nicht als Personenschutz.
  • Typ F für einphasige Geräte mit Frequenzumrichter, Typ B für dreiphasige Umrichter und Ladepunkte ohne DC-Erkennung.
  • Gibt der Hersteller keine Überlastdaten an, gilt als gL-Vorsicherung: FI 25 A → 16 A, 40 A → 25 A, 63 A → 40 A (OVE IS02 Tab. 4).
  • Eine normative Höchstzahl von Stromkreisen je FI gibt es nicht. „Mindestens zwei FI“ findet sich nur in einer Zusammenfassung der alten E 8015-2:2006; Circuia weist darauf lediglich hin und verteilt die Stromkreise auf mehrere Gruppen.

Brandschutzschalter (AFDD) sind nach OVE Fachinformation IS03 Pflicht für einphasige Stromkreise bis 16 A in Schlafräumen von Pflegeheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, in Kindergarten-Schlafräumen und in feuergefährdeten Räumen (BE2). In gewöhnlichen Wohnungen sind sie für Schlafräume nur empfohlen. Überspannungsschutz ist nach OVE E 8101 (443.4.002.AT) in jeder Verbraucheranlage vorzusehen, mindestens Typ 2 nahe dem Gebäudeeintritt, Typ 1 bei Blitzschutzanlage oder Freileitung.

Bad und Dusche: Schutzbereiche nach OVE E 8101 Teil 701

Schutzbereiche im Bad (Ausgabe 2019, nach WKO-Seminarunterlage)
BereichAusdehnungWas ist erlaubt
0Innenraum von Wanne oder Duschtasse; bodengleiche Dusche: 10 cm hochnur dafür vorgesehene Betriebsmittel, Kleinspannung, IPX7
1bis 2,25 m Höhe (oder höchster fester Wasserauslass); bodengleiche Dusche: 1,20 m um den Brausekopffest angeschlossene, geeignete Geräte, IPX4
20,60 m über Bereich 1 hinaus; entfällt bei bodengleicher DuscheSchalter erlaubt, keine Steckdosen (außer Rasiersteckdose), IPX4
Die Maße der Ausgabe 2025 sind in den öffentlichen Quellen noch nicht bestätigt. Quelle: WKO NÖ, Seminar OVE E 8101; el-gor (Schutzarten).
  • Keine Leitungen in den Bereichen 1 und 2 und in deren Wänden bis 5 cm Tiefe, außer für Geräte in diesen Bereichen.
  • Zusätzlicher Schutzpotentialausgleich mit mindestens 4 mm².
  • Alle Stromkreise im Bad hinter einem FI 30 mA. Anders als in Deutschland sind Schalter in Bereich 2 zulässig.

Mindestausstattung: OVE E 8015 und die Werte von 2006

Wie viele Steckdosen, Lichtauslässe und Stromkreise eine Wohnung braucht, regelt die OVE E 8015:2022-07-01 mit den Stufen Mindest-, Standard- und Komfortausstattung. Ihre Tabellen sind nicht öffentlich zugänglich. Die folgenden Zahlen stammen aus der Vorgängerin ÖVE/ÖNORM E 8015-2:2006 und können überholt sein. Circuia zeigt sie deshalb nur als Empfehlung mit dem Hinweis „E 8015:2006“.

Stromkreise nach Wohnungsgröße (ÖVE/ÖNORM E 8015-2:2006, möglicherweise überholt)
WohnflächeSteckdosenstromkreiseLichtstromkreise
bis 50 m²21
über 50 bis 75 m²31
über 75 bis 125 m²42
über 125 m²52
Quellen: KFE „Planung elektrischer Anlagen in Wohnungen“, el-gor. Das KFE empfiehlt zusätzlich mindestens einen Stromkreis je Raum.
Steckdosen / Lichtauslässe je Raum, Mindestausstattung und Stufen ** und *** (E 8015-2:2006)
RaumMindest*****
Wohn- oder Schlafraum bis 20 m²4 / 17 / 29 / 3
Wohn- oder Schlafraum über 20 m²5 / 211 / 313 / 4
Küche5 / 29 / 311 / 3
Bad1 / 24 / 35 / 3
WC– / 11 / 12 / 2
Vorraum bis 3 m Länge1 / 12 / 23 / 3
Loggia, Balkon, Terrasse1 / 12 / 13 / 2
Abstellraum1 / 12 / 12 / 1
Je weitere 3 m Vorraum kommen eine Steckdose und ein Lichtauslass dazu. Eigene Stromkreise gelten laut KFE als unbedingt notwendig für Herd, Geschirrspüler, Mikrowelle, Waschmaschine, Trockner und Warmwasserbereiter.

Drehstrom, Boiler, Wallbox und Wärmepumpe

  • 3,68 kVA (16 A × 230 V) ist die Grenze für einphasige Anschlüsse. E-Herd und jedes größere Gerät werden dreiphasig angeschlossen; die Schieflast darf 16 A je Leiter nicht überschreiten (TOR Verteilernetzanschluss NS, § 5.9.3).
  • Boiler (Warmwasserspeicher): bis 3 kW einphasig, darüber dreiphasig, fest angeschlossen und oft über einen unterbrechbaren Tarif mit Rundsteuerempfänger (Absicherung 10 A). Salzburg Netz schreibt Aderfarben vor: braun für den Boiler, orange für die Heizung.
  • Wallbox: eigener FI 30 mA je Ladepunkt, Typ A mit DC-Abschaltung über 6 mA oder Typ B. Über 3,68 kVA ist sie beim Netzbetreiber meldepflichtig; ab 10 kVA Ladeleistung in Summe kann er den Anschluss zur Prüfung aussetzen und muss binnen vier Wochen antworten.
  • Geräte über 3,68 kVA, die seit dem 01.01.2025 in Betrieb gehen, brauchen eine digitale, bidirektionale Schnittstelle und einen zufällig verzögerten Start (0 bis 300 s).
  • Wärmepumpen und Heizungen über 3,68 kVA sind meldepflichtig; Verdichter und Heizstab werden zusammengezählt.

Erstprüfung, Anlagenbuch und Fertigstellungsmeldung

  1. Errichtung durch einen befugten Elektrotechniker (reglementiertes Gewerbe) nach OVE E 8101, TAEV und den Ausführungsbestimmungen des Netzbetreibers.
  2. Erstprüfung nach OVE E 8101 Teil 6 vor der Inbetriebnahme: Besichtigen, Erproben, Messen. Die Ergebnisse werden im Anlagenbuch festgehalten.
  3. Fertigstellungsmeldung an den Netzbetreiber mindestens 10 Arbeitstage vor dem Zählersetzen. Der Netzbetreiber nimmt nur den Teil vor dem Zähler in Betrieb; die Anlage dahinter setzt der Elektrotechniker in Betrieb und bleibt dafür verantwortlich.
  4. Dokumentation: Stromkreisliste mit Lasten, Querschnitten und Leitungsarten, Schutzeinrichtungen mit Typ, Nennstrom und Einbauort, Lage der Überspannungsschutzgeräte, Erdungs- und Potentialausgleichspläne, Fotos nicht zugänglicher Verbindungen.

Eine gesetzliche Frist für die wiederkehrende Prüfung von Wohnungen gibt es nicht; OVE E 8101 nennt für Wohnungen als Beispiel „längere Intervalle, etwa 10 Jahre“, und der Elektrotechniker trägt das empfohlene Intervall ein. Bei Vermietung verlangt § 7 ETV 2020 einen Prüfbefund (E-Befund) eines befugten Elektrotechnikers. Die Prüftaste des FI solltest du regelmäßig drücken; TAEV und Fachliteratur nennen dafür unterschiedliche Abstände (monatlich bzw. halbjährlich). Beim Verteiler nennen manche Quellen 30 % Platzreserve; laut OVE IS-01 gilt eine Reserve aber nur, wenn sie vertraglich vereinbart ist.

Elektroplanung für Österreich mit Circuia

Wähle beim Anlegen des Projekts Österreich und die Ausgabe der OVE E 8101 (2019 oder 2025). Der Editor legt Steckdosenstromkreise mit 13 A auf 1,5 mm² an, prüft den FI-Schutz je nach Ausgabe, schließt Herd und Geräte über 3,68 kVA dreiphasig an, verteilt die Stromkreise auf L1 bis L3, kontrolliert die Schutzbereiche im Bad und erinnert an die Meldungen für Wallbox und Wärmepumpe. Verteilerplan, Stromlaufplan und Stückliste entstehen direkt aus dem Grundriss.

Editor für Österreich öffnen: kostenlos, direkt im Browser. Alle Länder findest du in der Übersicht der Normen.

Häufige Fehler

  • 1,5 mm² in einer gedämmten Wand mit 16 A absichern: nach TAEV sind in Verlegeart A1 nur 13 A zulässig.
  • Bei einer Neuanlage nach der Ausgabe 2025 noch FI-Schutzschalter vom Typ AC verwenden.
  • Herd, Durchlauferhitzer oder Boiler über 3 kW einphasig anschließen.
  • Die Meldung der Wallbox oder Wärmepumpe beim Netzbetreiber vergessen.
  • Einen selektiven FI (Typ S) als 30-mA-Personenschutz einplanen.
  • Die Fertigstellungsmeldung zu spät abgeben, sodass der Zählertermin platzt.

Häufige Fragen

Gilt in Österreich die OVE E 8101:2019 oder die Ausgabe 2025?

Beide Ausgaben existieren. Die Elektrotechnikverordnung verweist derzeit auf die Ausgabe 2019, die Ausgabe 2025-10-01 ist seit Oktober 2025 veröffentlicht. Wann die ETV auf 2025 umstellt und ob es eine Übergangsfrist gibt, ist in den öffentlichen Quellen noch nicht bestätigt. Kläre mit deinem Elektrotechniker und dem Netzbetreiber, nach welcher Ausgabe dein Projekt geplant wird.

Welche Stromkreise brauchen einen FI-Schutzschalter?

Nach der Ausgabe 2019 alle Steckdosenstromkreise bis 20 A, Außenstromkreise für ortsveränderliche Geräte bis 32 A und alle Stromkreise im Bad, jeweils mit 30 mA. Die Ausgabe 2025 erweitert das auf Steckdosenstromkreise bis 32 A und die Lichtstromkreise in Wohnräumen. Jeder Ladepunkt für ein Elektroauto braucht einen eigenen FI.

Warum wird 1,5 mm² in Österreich mit 13 A abgesichert?

Die TAEV 2020 ordnet jedem Querschnitt je Verlegeart einen höchsten Nennstrom zu. In einer wärmegedämmten Wand (Verlegeart A1 oder A2) trägt 1,5 mm² Kupfer nur 13 A, im Rohr auf der Wand (B1) oder direkt auf der Wand (C) dagegen 16 A. Weil die gedämmte Wand der häufige Fall ist, sind 13 A auf 1,5 mm² in Österreich Standard.

Muss ich eine Wallbox beim Netzbetreiber melden?

Ja, wenn sie mehr als 3,68 kVA hat, also praktisch jede Wallbox. Erreicht die Ladeleistung in Summe 10 kVA, kann der Netzbetreiber den Anschluss zur Prüfung aussetzen und muss binnen vier Wochen antworten; ein Energiemanagement, das die vereinbarte Leistung einhält, schließt das aus. Geräte ab 2025 brauchen zudem eine digitale Steuerschnittstelle.

Sind Schalter im Bad in Bereich 2 erlaubt?

Ja. Nach OVE E 8101 Teil 701 (Ausgabe 2019) sind Schalter in Bereich 2 zulässig, Steckdosen dort aber nicht, mit Ausnahme der Rasiersteckdose. Bei einer bodengleichen Dusche gibt es keinen Bereich 2, Bereich 1 reicht dafür 1,20 m um den Brausekopf. Alle Stromkreise im Bad brauchen einen FI mit 30 mA.

Ersetzt Circuia den Prüfbefund oder das Anlagenbuch?

Nein. Circuia prüft eine Planung gegen sein österreichisches Regelpaket (Beta) und liefert Grundriss, Verteilerplan, Stromlaufplan und Stückliste als Grundlage. Erstprüfung, Anlagenbuch, Prüfbefund und Fertigstellungsmeldung erstellt ausschließlich ein befugter Elektrotechniker, der die Anlage auch in Betrieb setzt und dafür verantwortlich bleibt.

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Redaktion

Circuia-Team

Verfasst vom Circuia-Team auf Grundlage der angegebenen Quellen und des Regelpakets dieses Landes im Editor: Die Werte in den Tabellen sind die, die Circuia verwendet.

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