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Norm · Deutschland

DIN VDE 0100 im Wohnungsbau: Elektroinstallation im Neubau normgerecht planen

Für die Elektroinstallation einer Wohnung in Deutschland gelten die Normenreihe DIN VDE 0100 (Errichtung), DIN 18015 (Planung und Mindestausstattung) und die TAB deines Netzbetreibers. Daraus folgen die Kernregeln: 30 mA FI-Schutz für Steckdosen und Licht, Überspannungsschutz im Neubau, mindestens 3 Stromkreise für Licht und Steckdosen, dreiphasiger Herdanschluss und die Anmeldung durch einen eingetragenen Elektroinstallateur.

Aktualisiert am Geprüft am DIN VDE 0100 / DIN 18015 · Beta

Das Wichtigste

  • 01Seit DIN VDE 0100-410:2018-10 brauchen alle Steckdosenstromkreise bis 32 A und alle Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen einen FI-Schutzschalter mit 30 mA.
  • 02FI-Schutzschalter Typ AC sind in Deutschland nicht zulässig (DIN VDE 0100-530): mindestens Typ A, Typ F oder B je nach Verbraucher.
  • 03Überspannungsschutz (mindestens Typ 2) ist für jede Anlage Pflicht, die nach dem 14.12.2018 in Betrieb geht (DIN VDE 0100-443/-534).
  • 04DIN 18015-2:2021-10 verlangt je nach Wohnfläche 3 bis 7 Stromkreise für Licht und Steckdosen, dazu eigene Stromkreise für Herd, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner.
  • 05Geräte über 4,6 kVA werden nach TAB 2023 dreiphasig (400 V) angeschlossen; Wallboxen sind anmeldepflichtig, über 12 kVA zustimmungspflichtig.
  • 06Das Bad folgt seit dem 01.06.2025 der DIN VDE 0100-701:2025-06: FI-Schutz für alle Stromkreise, ohne die früheren Ausnahmen.

Elektroinstallation im Neubau: welche Normen gelten?

Ein einzelnes „Elektrogesetz“ für Wohnungen gibt es nicht. Die Normenreihe DIN VDE 0100 (die deutsche Fassung der HD 60364) gilt als anerkannte Regel der Technik (Vermutungswirkung nach § 13 NAV). Der Netzbetreiber setzt sie über seine Technischen Anschlussbedingungen (TAB) durch, und nur ein in sein Installateurverzeichnis eingetragener Betrieb darf die Anlage anschließen lassen.

Die wichtigsten Regelwerke für eine Wohnung in Deutschland
RegelwerkWorum es gehtStand
DIN VDE 0100-410Schutz gegen elektrischen Schlag, FI-Pflicht2018-10
DIN VDE 0100-420Brandschutz, Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung (AFDD)2019-10, DKE-FAQ 2022
DIN VDE 0100-443 / -534Überspannungsschutz2016-10
DIN VDE 0100-701Räume mit Badewanne oder Dusche2025-06 (ersetzt 2008-10)
DIN VDE 0100-722Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge2019-06
DIN 18015-1 / -2 / -3Planung, Mindestausstattung, Installationszonen2020-05 / 2021-10 / 2016-09
RAL-RG 678Ausstattungswerte 1 bis 3 (Standard, Komfort)02/2023
TAB 2023 / VDE-AR-N 4100Netzanschluss, Zählerschrank, AnmeldungTAB 2023; AR-N 4100:2026-04
DIN 18015 und RAL-RG 678 werden verbindlich, wenn der Bauvertrag sie nennt.

Versorgt wird eine Wohnung mit Drehstrom 400/230 V, fast überall als TN-C-S-System: die Anlage hinter dem Zählerschrank ist ein TN-S-System. In Neubauten ist ein Fundamenterder nach DIN 18014 vorgeschrieben (TAB 2023 § 11).

Stromkreisverteiler planen: wie viele Stromkreise brauchst du?

DIN 18015-2 legt fest, wie viele Stromkreise mindestens für Beleuchtung und Steckdosen vorzusehen sind. Maßgeblich ist die Wohnfläche. Die Stromkreise für besondere Verbraucher kommen zusätzlich dazu.

Mindestanzahl der Stromkreise für Licht und Steckdosen (DIN 18015-2:2021-10 Tab. 1 = RAL Ausstattungswert 1)
WohnflächeStromkreise Licht + Steckdosen, mindestens
bis 50 m²3
über 50 bis 75 m²4
über 75 bis 100 m²5
über 100 bis 125 m²6
über 125 m²7
Quelle: Hager Tipp 21, Tab. 1; HEA-Broschüre RAL-RG 678. In den Ausstattungswerten 2 und 3 sieht RAL-RG 678 einen Stromkreis je Raum vor.

Eigene Stromkreise verlangt DIN 18015-2 für Herd bzw. Kochfeld, Geschirrspüler, Mikrowelle oder Dampfgarer, Waschmaschine und Trockner, dazu für elektrische Warmwasserbereiter, Badheizgeräte und eine vorgesehene Wallbox.

Übliche Stromkreise einer Wohnung (NYM-J, Leitungsschutzschalter Charakteristik B)
StromkreisAbsicherungLeitungHinweis
Steckdosen oder RaumstromkreisB16NYM-J 3×1,5 mm²30 mA FI Pflicht; praxisüblich 8 bis 10 Steckdosen
BeleuchtungB16 (B10/B13 möglich)NYM-J 3×1,5 mm²30 mA FI Pflicht in Wohnungen
Waschmaschine, Trockner, Geschirrspülerje B16NYM-J 3×1,5 mm² (2,5 mm² bei langen Leitungen)je ein eigener Stromkreis; Typ F für Geräte mit Frequenzumrichter
Elektroherd / Kochfeld3 × B16NYM-J 5×2,5 mm²Herdanschlussdose, dreiphasig
Durchlauferhitzer 21 kW3 × B32Drehstromleitung für mindestens 35 A (üblich 5×6 mm²)Querschnitt je nach Verlegeart prüfen
Wallbox 22 kW (Vorbereitung)3 × B32NYM-J 5×6 mm²eigener Stromkreis und eigener FI
Quellen: Hager Tipp 21, tgb-automation. Ersetzt keine Bemessung nach DIN VDE 0298-4 (Verlegeart, Häufung, Länge).

Für die Zuordnung Querschnitt zu Leitungsschutzschalter rechnet der Circuia-Editor mit 1,5 mm² → höchstens 16 A, 2,5 mm² → höchstens 20 A, 4 mm² → höchstens 25 A, 6 mm² → höchstens 32 A (Verlegeart B2/C). In einer wärmegedämmten Wand (Verlegeart A1) reicht 1,5 mm² unter Umständen nicht für B16; der Editor warnt dann.

Wie viele Steckdosen pro Stromkreis sind erlaubt?

Eine feste Höchstzahl nennt weder DIN VDE 0100 noch DIN 18015. Entscheidend sind Belastung, Leitungslänge und Abschaltbedingung. Üblich sind 8 bis 10 Steckdosen an einem B16-Stromkreis mit 1,5 mm². Circuia verteilt beim automatischen Verdrahten 8 Steckdosen je Stromkreis und warnt ab 11.

FI-Schutzschalter: wo ist er Pflicht?

Zusätzlicher Schutz durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) im Wohnungsbau
StromkreisAnforderungGrundlage
Steckdosen bis 32 A (vor 2018: bis 20 A)IΔn ≤ 30 mADIN VDE 0100-410 § 411.3.3
Alle Beleuchtungsstromkreise in WohnungenIΔn ≤ 30 mADIN VDE 0100-410 § 411.3.4
Außen, ortsveränderliche Geräte bis 32 AIΔn ≤ 30 mADIN VDE 0100-410
Alle Stromkreise im BadIΔn ≤ 30 mA, ohne AusnahmenDIN VDE 0100-701:2025-06
Jeder Ladepunkteigener FI 30 mA, Typ B oder Typ A/F + 6-mA-DC-ErkennungDIN VDE 0100-722
Quellen: DKE-Hinweis zu DIN VDE 0100-410:2018-10, Hager Tipp 36, DKE-FAQ zu DIN VDE 0100-722 (12/2025).
  • Typ AC ist nicht zulässig, Mindeststandard ist Typ A. Typ F für einphasige Geräte mit Frequenzumrichter (moderne Waschmaschine, Wärmepumpe), Typ B für dreiphasige Umrichter mit glatten Gleichfehlerströmen.
  • Mindestens 2 FI-Schutzschalter je Wohnung: DIN 18015-1 verlangt, dass eine Auslösung nicht alle Stromkreise abschaltet.
  • Hager empfiehlt höchstens 6 einphasige Stromkreise hinter einem 4-poligen FI (zwei je Außenleiter) und 2 hinter einem 2-poligen. Ob das Norm oder Herstellerempfehlung ist, bleibt offen; Circuia warnt nur.
  • Die beste Verfügbarkeit bieten FI/LS-Schalter (RCBO), einer je Stromkreis. Selektive Typ-S-Schalter zählen nicht als 30-mA-Personenschutz.

Brandschutzschalter (AFDD) und Überspannungsschutz

Einen Brandschutzschalter (Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung, AFDD) verlangt DIN VDE 0100-420 in Wohnungen nicht pauschal. Sie verlangt eine Risikobewertung und empfiehlt AFDD für Schlafräume, für Gebäude aus brennbaren Baustoffen (z. B. Holzbau) und für Räume mit unersetzbaren Gütern. Circuia schlägt ihn für Schlafzimmer als Hinweis vor.

Überspannungsschutz ist Pflicht: Jede Anlage, die seit dem 14.12.2018 in Betrieb geht, braucht eine Überspannungs-Schutzeinrichtung (SPD) möglichst nah am Speisepunkt, mindestens Typ 2. Bei Freileitungsanschluss oder äußerem Blitzschutz ist ein Typ 1 (in der Praxis ein Kombiableiter Typ 1+2) erforderlich.

Bad: Schutzbereiche 0, 1 und 2 nach DIN VDE 0100-701

Die Ausgabe 2025-06 gilt seit dem 01.06.2025 und ersetzt die Fassung von 2008. Neu sind ein Bereich 0 auch für bodengleiche Duschen, mehr zulässige Betriebsmittel in Bereich 1 (z. B. 230-V-Leuchten) und der Wegfall aller Ausnahmen vom FI-Schutz.

Schutzbereiche im Bad (Maße wie in den veröffentlichten Zusammenfassungen)
BereichAusdehnungSteckdosen und Schalter
0Innenraum von Wanne oder Duschtasse; bei bodengleicher Dusche neu definiertnicht zulässig; nur Kleinspannung und dafür vorgesehene fest installierte Geräte (IPX7)
1über Wanne bzw. Dusche bis 2,25 m Höhe; bodengleiche Dusche: 1,20 m um den festen Wasserauslassnicht zulässig; fest angeschlossene, geeignete Geräte (mindestens IPX4)
20,60 m waagerecht um Bereich 1, bis 2,25 m Höhenicht zulässig, außer Rasiersteckdose mit Trenntransformator (EN 61558-2-5)
außerhalbjenseits von Bereich 2Steckdosen und Schalter erlaubt, FI 30 mA
Die Maße der Bereiche 1 und 2 stammen aus der Fassung 2008; ob die Ausgabe 2025 sie unverändert übernimmt, belegen die öffentlichen Quellen nicht eindeutig. Quellen: Innung Karlsruhe, DGWZ, Gira.

Mindestausstattung nach DIN 18015-2 und RAL-RG 678

Ausstattungswert 1 der RAL-RG 678 entspricht der Mindestausstattung nach DIN 18015-2:2021-10, 2 ist Standard, 3 Komfort, jeweils für die ganze Wohnung. Wohnzimmer werden ab 20 m², Schlafzimmer ab 16 m² und Flure ab 4 m Länge höher eingestuft.

Beleuchtungsanschlüsse (L) und Steckdosen (S) je Raum
RaumAW 1: L / SAW 2: L / SAW 3: L / S
Küche (dazu Steckdosen je 1,20 m Arbeitsfläche)2 / 3 (+2)3 / 3 (+3)3 / 5 (+3)
Wohnzimmer bis 20 m²1 / 42 / 83 / 10
Wohnzimmer über 20 m²2 / 53 / 114 / 13
Schlaf-, Kinder-, Gästezimmer bis 16 m²1 / 62 / 83 / 10
Schlafzimmer über 16 m²2 / 83 / 114 / 13
Bad2 / 23 / 43 / 5
WC1 / 11 / 22 / 2
Flur bis 4 m Länge1 / 12 / 22 / 3
Flur über 4 m2 / 22 / 32 / 4
Freisitz (Terrasse, Balkon, Loggia)1 / 12 / 23 / 3
Keller, Dachboden, Garage1 / 11 / 21 / 2
Quelle: HEA-Broschüre RAL-RG 678 (02/2023), AW 1 abgeglichen mit Hager Tipp 21. Die Werte AW 2 und AW 3 stammen aus einer Tabellenauswertung der Broschüre; prüfe sie vor einem Vertrag am Original. Dedizierte Geräteanschlüsse zählen nicht mit.
  • Je Bettplatz sind ein zusätzlicher Schalter und zwei Steckdosen vorzusehen (in den Tabellenwerten enthalten).
  • Ein Kommunikationsverteiler mit Leerrohr zum Verteiler ist nach DIN 18015-1 Pflicht.

Installationszonen und Höhen nach DIN 18015-3

Unterputzleitungen verlaufen nur in festgelegten Zonen. Die waagerechten Zonen liegen 15 bis 45 cm unter der Decke (ZW-o), 15 bis 45 cm über dem fertigen Fußboden (ZW-u, Steckdosen bevorzugt bei 30 cm) und in Räumen mit Arbeitsflächen 100 bis 130 cm (ZW-m, Vorzugsmaß 115 cm). Die senkrechten Zonen liegen 10 bis 30 cm neben Rohbaukanten von Türen, Fenstern und Ecken. Schalter sitzen neben der Tür, Achse höchstens 105 cm über dem Boden.

Dreiphasen-Anschluss: Herd, Durchlauferhitzer, Wallbox und Wärmepumpe

  • Nach TAB 2023 § 10 wird jedes Gerät über 4,6 kVA dreiphasig angeschlossen. Kurzzeitig betriebene Geräte bis 6,5 kVA (z. B. kleine Durchlauferhitzer) dürfen zwischen zwei Außenleitern liegen.
  • Einphasige Stromkreise werden gleichmäßig auf L1, L2 und L3 verteilt; Circuia warnt ab rund 20 A geschätzter Schieflast.
  • Wallbox: eigener Stromkreis, eigener FI (Typ B oder Typ A/F mit 6-mA-DC-Erkennung). Beim Netzbetreiber anmelden; liegt die Summe der Ladeeinrichtungen über 12 kVA, braucht es seine Zustimmung. Schuko-Laden (Modus 2, 3,7 kW) ist nur gelegentlich gedacht.
  • Wärmepumpen und Heizgeräte sind immer anmelde- und zustimmungspflichtig. Wallboxen und Wärmepumpen über 4,2 kW gelten nach § 14a EnWG in der Regel als steuerbare Verbrauchseinrichtungen; die Einzelheiten regelt die Festlegung der Bundesnetzagentur.

Zählerschrank und Unterverteilung (TAB, VDE-AR-N 4100)

Der Zählerschrank folgt der VDE-AR-N 4100 und den TAB des Netzbetreibers. Seit dem 01.04.2026 gilt die Ausgabe VDE-AR-N 4100:2026-04 (Übergang für laufende Projekte bis 01.04.2027). Im Zählerschrank sitzt der selektive Hauptleitungsschutzschalter (SH-Schalter), in Einfamilienhäusern oft auch das Verteilerfeld. Nicht zulässig ist der Zählerplatz in Wohnräumen, Küchen, Bädern und WCs sowie in Räumen über 30 °C.

Kennwerte für Zählerschrank und Stromkreisverteiler
ThemaWertQuelle
Zuleitung Zählerschrank → Wohnungsverteiler3L+N+PE, Strombelastbarkeit mindestens 63 ADIN 18015-1 (Hager Tipp 21)
Größe des Stromkreisverteilersmindestens 4-reihig (Einraumwohnung: 3-reihig), eine Reihe = 12 TEDIN 18015-1, RAL-RG 678
Platzreserve20 % empfohlenHager Tipp 21
Wohnung über mehrere Geschossemindestens 2 Verteiler, der zweite mindestens 2-reihigDIN 18015-1
Erdung im NeubauFundamenterder nach DIN 18014, dokumentiertTAB 2023 § 11

Elektrofachkraft, Anmeldung beim Netzbetreiber und Prüfprotokoll

  1. Anmeldung: Ein im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragener Betrieb meldet die Anlage an (Neuanschluss, Leistungserhöhung, Wallbox, Wärmepumpe, PV).
  2. Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600: Besichtigen, Erproben, Messen (Schutzleiter, Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, FI-Auslösung, Drehfeld, Spannungsfall). Ergebnis ist das Prüfprotokoll, häufig auf dem Formular „Übergabebericht und Prüfprotokoll“ des ZVEH.
  3. Inbetriebsetzung: Der Installateur beauftragt sie, der Netzbetreiber setzt den Zähler.
  4. Dokumentation nach DIN 18015-1: Installationsplan, Stromlaufplan, Verteilerbelegung, Prüfprotokolle und Erderdokumentation.

Eine unabhängige Abnahme gibt es nicht; der errichtende Betrieb haftet. Der E-CHECK der Elektrohandwerke ist eine freiwillige Wiederholungsprüfung, die der ZVEH für Wohnungen alle vier Jahre empfiehlt; eine gesetzliche Prüfpflicht für private Wohnungen besteht nicht.

Unterverteilung planen mit Software: so hilft Circuia

Wähle beim Anlegen des Projekts Deutschland. Du zeichnest den Grundriss oder beschreibst ihn der KI, und der Editor bildet die Stromkreise: mindestens 5 Stromkreise für Licht und Steckdosen bis 100 m², eigene Gerätestromkreise, den Herd dreiphasig mit 3 × B16, FI Typ A mit 30 mA auf mindestens 2 Gruppen verteilt und alle Außenleiter ausgeglichen. Er prüft auch Mindestausstattung, Bad und Installationshöhen und liefert Verteilerbelegung, Stromlaufplan und Stückliste als PDF.

Editor für Deutschland öffnen: kostenlos, direkt im Browser. Weitere Länder findest du in der Übersicht der Normen.

Häufige Fehler

  • Einen FI-Schutzschalter Typ AC einbauen: in Deutschland nicht zulässig, mindestens Typ A.
  • Alle Stromkreise hinter einen einzigen FI legen: DIN 18015-1 verlangt, dass eine Auslösung nicht die ganze Wohnung abschaltet.
  • Den Herd einphasig mit 32 A planen wie in Frankreich: in Deutschland ist er dreiphasig mit 3 × B16 an einer Herdanschlussdose angeschlossen.

Häufige Fragen

Ist der FI-Schutzschalter für alle Stromkreise Pflicht?

Nicht für alle, aber für fast alle in einer Wohnung. DIN VDE 0100-410:2018-10 verlangt 30 mA für Steckdosenstromkreise bis 32 A und für alle Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen, DIN VDE 0100-701 für alle Stromkreise im Bad und DIN VDE 0100-722 für jeden Ladepunkt. Herd und Durchlauferhitzer außerhalb des Bades werden in der Praxis meist mitgeschützt.

Wie viele Steckdosen dürfen an einen Stromkreis?

Eine Höchstzahl schreibt die Norm nicht vor. Maßgeblich sind die zu erwartende Last, die Leitungslänge und die Abschaltbedingung. Üblich sind 8 bis 10 Steckdosen an einem B16-Stromkreis mit 1,5 mm². Geräte wie Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler bekommen nach DIN 18015-2 je einen eigenen Stromkreis.

Wie viele Stromkreise braucht ein Einfamilienhaus?

Für Licht und Steckdosen sind nach DIN 18015-2 je nach Fläche 3 (bis 50 m²) bis 7 Stromkreise (über 125 m²) das Minimum. Dazu kommen die eigenen Stromkreise für Herd, Geschirrspüler, Mikrowelle, Waschmaschine, Trockner und gegebenenfalls Warmwasser, Wallbox und Wärmepumpe. Mit RAL-Ausstattungswert 2 oder 3 plant man zusätzlich einen Stromkreis je Raum.

Ist ein Brandschutzschalter (AFDD) in Deutschland Pflicht?

In gewöhnlichen Wohnungen nicht. DIN VDE 0100-420 verlangt eine Risikobewertung und empfiehlt Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtungen besonders für Schlafräume, Gebäude aus brennbaren Baustoffen und Räume mit unersetzbaren Gütern. Ob einer eingebaut wird, entscheiden Planer und Bauherr gemeinsam. Für Holzhäuser und Wohnungen mit schlafenden Kindern oder pflegebedürftigen Menschen ist er eine sinnvolle Investition.

Darf ich meine Elektroinstallation selbst machen?

Vorbereitende Arbeiten wie Schlitze und Leerrohre sind möglich, wenn der Elektroinstallateur zustimmt. Anschließen, prüfen und beim Netzbetreiber anmelden darf aber nur ein Betrieb, der im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist. Ohne seine Anmeldung und sein Prüfprotokoll wird kein Zähler gesetzt. Arbeite nie an Anlagen unter Spannung.

Wann muss eine Wallbox angemeldet werden?

Jede Ladeeinrichtung wird beim Netzbetreiber angemeldet. Übersteigt die Summe der Ladeeinrichtungen 12 kVA, braucht es vor der Inbetriebnahme seine Zustimmung (TAB 2023). Eine 11-kW-Wallbox ist also meldepflichtig, eine 22-kW-Wallbox zustimmungspflichtig. Technisch braucht jeder Ladepunkt einen eigenen Stromkreis und einen eigenen FI.

Stellt Circuia ein Prüfprotokoll aus oder zertifiziert die Anlage?

Nein. Circuia prüft eine Planung gegen sein deutsches Regelpaket (Beta) und erzeugt Grundriss, Verteilerbelegung, Stromlaufplan und Stückliste. Die Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600, das Prüfprotokoll und die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt allein der eingetragene Elektroinstallateur, der dafür auch die Verantwortung trägt.

Planungshilfe

Plane die Installation nach den Regeln dieses Landes

Zeichne die Wohnung oder beschreibe sie der KI: Circuia platziert die Punkte, prüft die Regeln des Landes in Echtzeit und erstellt Verteiler, Übersichtsschaltplan und Materialliste.

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Redaktion

Circuia-Team

Verfasst vom Circuia-Team auf Grundlage der angegebenen Quellen und des Regelpakets dieses Landes im Editor: Die Werte in den Tabellen sind die, die Circuia verwendet.

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